Amazon kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Nach dem umstrittenen ARD Bericht über Amazon Leiharbeiter gerät Amazon erneut in die Schußlinie.
Wie Spiegel Online berichtet, will das Bundeskartellamt 2400 Händler zu der von Amazon auferlegten Preisparitätsklausel befragen.
Die Preisparitätsklausel soll sicherstellen, dass Marketplace Anbieter ihre Produkte auf anderen Plattformen, zu denen neben eBay auch der eigene Onlineshop gehört, nicht günstiger anbieten, als bei Amazon.
Von Anfang an haben Händler sich gegen diese Klausel aufgelehnt, wer jedoch bei Amazon verkaufen wollte, hatte keine andere Wahl, als sich dem Diktat zu beugen.
Nun schaltet sich das Bundeskartellamt ein und schickt die Klausel auf den Prüfstand.
Offensichtlich hat man dort endlich erkannt, dass eine solche Klausel den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Plattformen einschränken kann und das günstigere Konditionen durch die Einschränkung nicht auch günstigere Preise für den Verbraucher bedeuten. Insbesondere neue und kleine Marktplätze haben dadurch gar keine Möglichkeit Reichweite zu erlangen.
So hatte der Betreiber des Online-Marktplatzes Hood bereits im November 2012 Klage gegen die Preisparitätsklausel von Amazon eingereicht.
Wenn das Bundeskartellamt diese Regelung als Wettbewerbsbehindernd einstuft, besteht für Händler nun die Hoffnung, dass die Klausel, fast drei Jahre nach der Einführung, wieder gestrichen wird.