Amerikanische Finanzbeamtin muss für „private“ eBay-Verkäufe über $12000 Steuern nachzahlen

//Amerikanische Finanzbeamtin muss für „private“ eBay-Verkäufe über $12000 Steuern nachzahlen

Amerikanische Finanzbeamtin muss für „private“ eBay-Verkäufe über $12000 Steuern nachzahlen

Das ist in der Tat eine bemerkenswerte Geschichte:
Ausgerechnet eine amerikanische Finanzbeamtin muss $12,428 Steuern für nicht abgeführte Steuern im Zusammenhang mit als " privat" deklarierten eBay-Verkäufen sowie $2,486 Strafe zu zahlen.
Sie hatte in 2004 und 2005 einen Umsatz von $41,842 bei ebay gemacht und diesen selbst als "Privatverkauf" eingestuft.
Schließlich hätte es sich bei den Verkäufen um gebrauchte Artikel gehandelt.
Nach ihrer Einschätzung sei das kein " Business", sondern eine Art " Garage Sale" gewesen und die Nichtabführung der Steuern sei in diesem Fall ein "Kavaliersdelikt".
Das Finanzgericht teilte diese Ansicht nicht und verhängte eine Geldbuße in Höhe von $2,486.
Die Steuern muss sie natürlich zusätzlich nachzahlen.

Für eine Finanzbeamtin hat sie insgesamt eine recht lockere Vorstellung von wahrheitsgetreuen Aussagen:
Viele ihrer eBay-Angebote waren als neu deklariert.
Auf Nachfrage erklärte sie, dass sie natürlich nicht neu waren.
Sie hätte einfach nur "neu" geschrieben, um einen höheren Preis zu erzielen.
Und auch auf die Frage warum sie Artikel in unterschiedlichen Größen im Angebot hatte, hatte sie eine Antwort parat:
Sie konnte wegen einer Fußverletzung keinen Sport mehr machen und hat dadurch zugenommen.
Dadurch hätten sich sowohl ihre Schuhgröße als auch ihre Kleidergröße verändert.
Mit ihrer Selbstverteidigung und Argumenten wie diesen hat sie sich sicher keinen Gefallen getan.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat auch Grenzen

In vielen Forenbeiträgen und Gesprächen habe ich immer wieder das Gefühl, dass viele " über den großen Teich" blicken, weil sie- warum auch immer - denken, in Amerika sei alles einfacher und das Internet sei dort noch ein rechtsfreier Raum, in dem man machen kann was man will.
Bei jeder Gesetzesänderung - wie jetzt gerade aktuell nach dem Urteil, dass Hinsendekosten bei einem Widerruf erstattet werden müssen, werden in den Foren gedanklich die Koffer gepackt.

Ich habe hier schon oft über Geschichten wie diese geschrieben, die widerlegen, dass es außerhalb von Deutschland keine Regeln gibt.
Auch in Amerika gibt es Gesetze, die befolgt werden müssen.

Ab 2011 z.B. müssen Kreditkartengesellschaften, aber auch Online-Plattformen wie Amazon, dem amerikanischen Finanzamt die Namen der Amerikaner nennen, die mehr als 200 Transaktionen abwickeln und mehr als 20.000 Dollar im Jahr umsetzen.
Von wegen Paradies!

Quellen: Businessweek u.a.

Von | 2011-01-30T02:23:04+00:00 April 25th, 2010|Allgemein|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Marion v.Kuczkowski erwähnt. Marion v.Kuczkowski sagte: Amerikanische Finanzbeamtin muss für “private” eBay-Verkäufe über $12000 Steuern nachzahlen http://bit.ly/bFCxTS […]

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