Ab dem 31. März, mit einer Übergangsfrist bis zum 1. Mai treten bei Amazon neue Regelungen zur Preisgestaltung in Kraft!

Preisparität

Amazon fordert die Verkäufer zur Preisparität auf- das bedeutet, dass der Artikelpreis und der Gesamtpreis (insgesamt zu zahlender Preis, ohne Steuern) für alle Artikel, die ein Verkäufer auf Amazon.de anbietet, im Vergleich zu anderen nicht ladengeschäftgebundenen Vertriebskanälen dieses Verkäufers, grundsätzlich gleich günstig oder günstiger sein müssen.

Mit " nicht ladengeschäftgebundenen Vertriebskanälen" sind sämtliche Online-Vertriebskanäle, Applikationen auf Mobilgeräten, Bestellkataloge, Plattformen oder Börsen von Dritten (z.b. ebay.de) und andere elektronisch vermittelte Wege, sowie sonstige Möglichkeiten, über die Artikel von Ihnen oder durch mit Ihnen verbundenen Unternehmen angeboten oder verkauft werden und bei denen es sich nicht um Ladengeschäfte handelt, gemeint.

Konsequenz bei Verstößen

Klare Kampfansage von Amazon:
Verkäufer, die nicht bereit sind, Preisparität zu bieten, sollten ihre Angebote entfernen, da Verkäufer, die unsere Geschäftsbedingungen nicht einhalten, das Recht auf Amazon.de zu verkaufen verlieren werden.

Das wird mit Sicherheit für einigen Wirbel sorgen.
eBay Verkäufer können Artikel, die sie auch bei Amazon einstellen, in Zukunft nicht mehr als Auktion mit niedrigem Startpreis bei eBay anbieten und selbst gesparte Provisionen können im Onlineshop nicht mehr an den Endverbraucher weitergereicht werden.
So ganz nachvollziehen kann ich die Entscheidung nicht.
Spontan mag man denken, dass Amazon damit der günstigste Anbieter im Netz wird, aber dem ist nicht so.
Es wird viele Produkte geben, die womöglich von einem Anbieter in Zukunft ausschließlich bei Amazon ( und nicht mehr bei eBay & Co) gelistet werden, aber so lange es sich nicht um Exklusivprodukte handelt, wird es immer Verkäufer geben, die eben nicht bei Amazon anbieten und damit die Preise frei gestalten können.
Die Verkäufer werden also den Bleistift anspitzen und durchrechnen müssen, ob sie bestimmte Artikel bei Amazon weiterhin listen können.
Letztendlich geht es nicht nur um den Verkaufspreis, sondern auch um die Stückzahl, die bei Amazon gedreht werden kann, wenn im Gegenzug andere Plattformen möglicherweise wegfallen.

eBay ist großzügiger

eBay hat bei der Preisgestaltung eine sehr viel großzügigere Politik:
Es ist lediglich ( und verständlicherweise) verboten, Links zu Angeboten zu setzen, die außerhalb von eBay zum gleichen oder einem geringeren Preis angeboten werden.
Auch - und auch das ist nachvollziehbar - dürfen keine Links zu anderen Online-Handelseiten Dritter, die Auktionen oder Festpreisangebote offerieren, gesetzt werden.
Man darf also bei eBay z.B. nicht auf sein Amazon-Angebot verlinken. Klar und absolut verständlich!
Und man darf auch nicht schreiben, dass es den Artikel im eigenen Onlineshop günstiger gibt. Auch klar!

Aber die Preisgestaltung überlässt eBay den Verkäufern.
Ich vermute, dass eBay von der neuen Amazon Regelung profitiert.
Einige Verkäufer werden damit nicht einverstanden sein und sich in Zukunft wieder auf eBay konzentrieren.

Hier noch einmal der Link zur Ankündigung von Amazon.